ich habe gerade einen Aldi casalux WiFi LED Strip mit der Tuya App verbunden (App&Strip sind offline) und kann den Strip auch ohne Probleme über das App einstellen.
…gibt es eine Möglichkeit, den Strip auch ohne App über Home Assistant einzustellen? Ich möchte den Strip direkt&lokal ansprechen und nicht die Tuya Integration nutzen.
Also ich kenne das Gerät direkt nicht und habe mit Tuya (aus Gründen) auch schon länger nichts mehr gemacht. Aber ad-hoc fällt mir dazu folgendes ein:
1. LocalTuya / Tuya Local (über HACS)
Du kannst die Original-Firmware auf dem Controller belassen und eine der Custom-Integrationen (LocalTuya oder Tuya Local) nutzen. Das Gerät kommuniziert dann ausschließlich über dein lokales Netzwerk (LAN/WLAN) mit Home Assistant.
Die Hürde: Du benötigst die Device ID und den Local Key des Strips.
Der Weg: Um an den Key zu kommen, musst du dir (leider) einmalig einen Account auf der Tuya IoT Developer Plattform klicken, die App dort verknüpfen und die Keys auslesen. Alternativ lässt sich der Key manchmal mit Python-Skripten wie tinytuya aus dem Netzwerk-Traffic „sniffen“, was aber oft hakelig ist.
Das Setup: Sobald du den Key in die HACS-Integration eingetragen hast, kannst du dem Strip im Router den Internetzugang komplett sperren (was du ja ohnehin schon vorbereitet hast).
2. OTA-Flashen mit Tuya-Cloudcutter (OpenBeken / ESPHome)
In den neueren Aldi- und Action-Geräten stecken fast nie mehr ESP-Chips, sondern günstige Alternativen wie der Beken (z. B. BK7231N oder BK7231T). Das klassische Tuya-Convert funktioniert hier also nicht mehr.
Der Exploit: Hier springt Tuya-Cloudcutter ein. Das ist ein Skript (läuft am besten auf einem Linux-Rechner oder Raspberry Pi mit WLAN-Modul), das eine Sicherheitslücke im Tuya-Protokoll nutzt, um das Gerät Over-The-Air – also ohne Gehäuse zu knacken und zu löten – zu flashen. Das habe ich noch nicht selbst gemacht, aber schon mehrfach davon gelesen!
Die Firmware: Du flashst damit OpenBeken (das Tasmota-Äquivalent für Beken-Chips) oder baust dir eine ESPHome-Firmware (dank des LibreTiny-Projekts).
Das Setup: Danach hast du ein Gerät, das nativ über MQTT oder die ESPHome-API mit Home Assistant spricht. Nichts telefoniert mehr nach Hause.
3. Der radikale Controller-Tausch (WLED)
Das ist oft der pragmatischste und schnellste Weg, wenn man ohnehin gerne bastelt und der Tuya-Controller nicht zwingend erhalten bleiben muss.
Der Schnitt: Wenn der LED-Strip normale Standard-Pins hat (z. B. 4-Pin für RGB oder 5-Pin für RGBW), schneidest du den weißen Tuya-Controller einfach ab.
Der Ersatz: Klemme einen eigenen ESP8266 oder ESP32 (z. B. einen NodeMCU, einen geflashten Shelly RGBW2 oder einen fertigen WLED-Controller von Athom) an den Strip.
Das Setup: Mit WLED oder ESPHome hast du nicht nur eine 100 % lokale Anbindung, sondern meist auch deutlich flüssigere Effekte und eine perfekte Integration in Home Assistant.
Danke Olli für Deine Rückmeldung. Leider sind mir die Punkte bekannt und möchte ich 1. nicht nutzen und bei 2. und 3. bin ich mir unsicher, ob es den Aufwand wirklich wert ist, oder ob ich den LED-Strip einfach nicht smart verwende und über die IR-Fernbedienung bediene.
Ich dachte damals, dass es vielleicht möglich ist, ein Gerät, dass über WIFI für Home Assistant erreichbar ist, auch irgendwie direkt steuern zu können…
IR ist ja auch ein „neues“ Home Assistant Thema und vielleicht komme ich darüber irgendwann zu einer smarten Lösung