irgendwie scheint das Thema IPv6 hier wohl doch ein Thema zu sein und ich würde gerne erfahren, warum es Sinn macht IPv6 zu aktivieren und zu verwenden oder eben auch nicht.
Wie läuft Dein Netzwerk?
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IPv4 & IPv6
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Ich bin sehr auf Eure Informationen und Diskussionen gespannt
Ich nutze NUR IPv4 und habe die Option IPv6 immer deaktiviert, sofern es überhaupt angeboten wird.
Ich bin der Meinung, dass ich bis jetzt in meinem Smarthome vollkommen mit IPv4 auskomme und sehe bisher keine Notwendig IPv6 zu aktivieren.
Ich habe mich vor ein paar Jahren mit IPv6 zu beschäftigt (z.B. die Firewall zu konfigurieren) und habe festgestellt, dass ich es nicht wirklich verstehe und habe auch Probleme die IPv6 Adresse im Kopf einem Gerät zuzuordnen… bei IPv4 war es zumindest grob möglich eine Idee zu haben.
Ich vermeide es auch grundsätzlich etwas einzubinden, was ich nicht verstehe und ganz besonders ich es nicht kontrollieren kann… das geht ansonsten irgendwie in die Richtung „Einschalten → OK → OK → Weiter → OK → Fertig“.
Das mit IP merken habe ich auch ne zeitlang probiert aber spätestens seitdem so gut wie alle Dienste per url richtig erreichbar sind, fange ich an das zu vergessen einfach um den Kopf frei zu kriegen für wichtigeres. Gut einige Dinge vergisst man nicht
Im Internet sorgt IPv6 dafür, dass du dich endlich nicht mehr mit nervigem Port-Forwarding, Double NAT oder Verbindungsproblemen beim Online-Zocken und bei Videocalls herumschlagen musst – jedes Gerät hat seine eigene echte IP und ist direkt erreichbar (wenn man es möchte; per default blockieren das aber die Router).
Auch is segmentieren im IPv6 deutlich einfacher.
Im Heimnetz macht es das Ganze enorm entspannt, weil sich Smart-Home-Kram, Konsole, Fernseher und Handy via SLAAC völlig automatisch und ohne Adresskonflikte finden, was die Kommunikation zwischen den Geräten im eigenen WLAN spürbar geschmeidiger macht.
vermutlich vermisse ich nichts, weil ich nicht zocke, keine Videocalls mache, Fernseher Kombination mit dem Handy mache ich auch nicht…
Ich denke, dass ich hier IP-Technisch recht einfach und gut mit IPv4 aufgestellt bin und Zugriffe aus dem Internet sind auch nicht geplant
…aber vielleicht starte ich mal aus Spaß&Langeweile einen weiteren Versuch …da ich aber nichts vermisse und alles gut läuft, wird es wohl noch etwas dauern…
man kann mit IPv6 auch z.b.: Server nur darüber erreichbar zu machen als Security-Feature. Weil ne gültige IPv6 zu treffen is soviel unwahrscheinlicher als bei IPv4.
Ich habe in meinem Heimnetzwerk beides aktiviert. IPv6 erfordert etwas Einarbeitung, aber wenn man es einmal grob verstanden hat kommt man damit schon klar.
Meine Hauptmotivation hinter der Verwendung war, wie schon in den anderen Thread geschrieben, Pi-Hole bzw. DNS. Wenn man heute in einem Browser einer Homepage aufruft, läuft das in den allermeisten Fällen über IPv6. Auch werden DNS-Anfragen häufig in IPv6 gestellt. Wenn man jetzt hier nur über IPv4 im eigenen Netz einen DNS-Server (für DNS-Filterung mit Pi-Hole und co) bereitstellt, wird für IPv6 eben ein anderer Server genommen. Daher hatte ich hier bereits schon damit angefangen, das ganze auch über IPv6 bereitzustellen.
Wenn man insgesamt auch mehr als nur Smarthome in seinem Netz betreibt, und hier auch Dienste aus dem Internet erreichbar machen will, läuft man ohne IPv6 auch noch in so das ein oder andere Problem.
Ich habe z.B. einige Sachen über Pangolin auf einem VPS aus dem Internet erreichbar gemacht. Meine Domain hat ein Wildcard DNS-Eintrag auf den VPS mit Pangolin (IPv4 und IPv6), sodass alle Subdomain-Anfragen aus dem Internet, die keine gesonderte Zuweisung haben, auf dem Pangolin landen. Damit meine Zugriffe von zuhause nicht immer über das Internet gehen, habe ich dazu eine DNS Überschreibung lokal auf die lokale IP (mit einem Reverse Proxy/Caddy und Pi-Hole) für die gleiche Domain. Wenn hier jetzt Caddy nicht auch über IPv6 erreichbar ist, läuft die Anfrage dann meistens auch übers Internet. Und führt dann teilweise zu einem blocken der Anfrage, weil der Zugriff aus dem Internet z.B. bewusst nicht gestattet ist.
Und Matter ist hier im Forum ja nicht so das Thema, aber spätestens da wird man ohne IPv6 so seine Probleme bekommen. Ich dachte mir hierbei schlussendlich auch einfach, IPv6 ist einfach die Zukunft. Daher lieber jetzt damit befassen.
Ich habe im PiHole nur IPv4 aktiviert und es ist in der Firewall IPv6 deaktiviert und selbst wenn ein Gerät eine feste IPv6 Adresse hat, würde ich gerne wissen, wie dieses Gerät in das Internet gelangen soll und noch besser vom Internet aus erreichbar ist…
Ich denke, ich habe es hier auch schon oft geschrieben, dass ich bis jetzt auch kein Matter benötige daher auch dafür kein IPv6 aktivieren werde.
Ich meine auch mal gelesen zu haben, dass der Provider meine öffentliche IPv4 Adresse übersetzt…
Ich würde mich über einen Link freuen, der mir mal wie für ein Kleinkind erklärt, wie IPv6 funktioniert, es einzurichten ist, es zu administrieren ist und warum ich Zuhause IPv6 heute oder in 10 Jahren dringend benötige… und ich möchte auch in Zukunft keine internen Geräte aus dem Internet erreichbar machen (keine Waschmaschine, keine Kaffeemaschine,..)
… aber ich bin am überlegen, zukünftig mit meinem analogen grünen Telefon mit Wählscheibe wieder zu telefonieren (auch wenn ich neuen langen Telefonnummern nicht mehr im Kopf habe) bisher nutze ich es nur als Sprachassistenten…
Aus dem Internet ist so erstmal gar nichts erreichbar, sofern nicht von dir gesondert zugelassen. Und unabhängig davon was du bei dir in deinem Heimnetz eingestellt hast, nach außen hast du eine IPv6-Adresse (oftmals in Deutschland sogar ausschließlich). Und wenn du eine öffentlich erreichbare IPv6-Adresse ansprichst, wirst du sie wegen dem hier auch erreichen:
Dein Router übersetzt zwischen IPv4 und IPv6, das ist korrekt. Aber sofern du nicht gerade bei der Telekom bist, hast du sehr wahrscheinlich gar keine öffentliche IPv4-Adresse mehr. Und wenn du bei dir jetzt eine Homepage aufrufst, wird dein Browser erstmal einen DNS-Server anpingen um dessen IP herauszufinden. Ob diese Anfrage jetzt in IPv4 oder IPv6 läuft, kannst du so gar nicht direkt beeinflussen. Meist wird hier auch IPv6 bevorzugt. Und wenn du da keinen Resolver bekannt gibst, wird wahrscheinlich einfach der DNS-Resolver deines Internet-Anbieters angefragt. Oder eben auf IPv4 ausgewichen. Außer du hast DNS-Anfragen bei dir, welche nicht auf das Pi-Hole gehen, grundsätzlich blockiert. Dann kommen die Anfragen natürlich nicht dran vorbei und es wird immer auf IPv4 ausgewichen.
Ich rede hier nicht von irgendwelchen Geräten, das ergibt meistens gar keinen Sinn wenn man eh HomeAsisstant verwendet. Die Geräte sind darüber eh erreichbar. Ich spreche von anderen Diensten wie Nextcloud, Immich, etc. Ich habe nahezu alle digitalen Dienste die wir verwenden selbst zuhause gehostet. Und zum Teil sind diese auch aus dem Internet erreichbar, weil das die Nutzbarkeit deutlich vereinfacht. Und hier warten teilweise so einige Fallstricke ohne IPv6. Denn wie gesagt, im Internet-Verkehr wird heutzutage IPv6 nahezu immer bevorzugt.
vielen Dank für Deine Antworten und auch, dass Du diese einzeln aus meinem Post zitiert hast (das macht die Lesbarkeit und das Verständnis für die Zusammenhänge viel einfacher )
Hier widersprichst Du Dich direkt selbst bei mir ist max. das Modem über IPv6 erreichbar und dann ist auch schon Ende, da ich kein IPv6 in der Firewall aktiviert habe.. hätte ich es aktiviert und eine Regel z.B. DropAll-IPv6 dann wäre auch die Firewall über IPv6 erreichbar (ansonsten könnte die die Pakete ja nicht „droppen“).
das ist auch nicht richtig, da mein Router gar keine IPv6 Pakete zum übersetzen bekommt…
dass was ich meine war, dass die Telekom (mein Provider) mit meiner öffentlichen IPv6 Adresse arbeitet und es dann für mich am Modem mit IPv4 zur Verfügung stellt (keine Ahnung, ob es so richtig beschrieben ist, aber so meine ich es in etwa mal gelesen zu haben).
leider auch nicht 100% richtig. Netzwerk ist kein Glückspiel und daher werden erstmal die lokalen Netzwerkeinstellungen und somit auch die bekannten DNS verwendet (auch z.B. auf meinem PC ist kein IPv6 aktiviert und somit läuft auch hier DNS erstmal nur über IPv4) … btw auch mein Pi-hole hat nur IPv4 aktiviert und ist übrigens das einizige Gerät, dass DNS-Anfragen ins Internet stellen darf und aus diesem Grund-> würde ich auch behaupten, dass Apps/Geräte usw auch ungefragt Domains heimlich über eigene DNS auflösen (oder was machen Anfragen zu z.B. apple-dns.net?) oder wenn wir weiterdenken (in eine andere Richtung… warum möchte SONOS alle paar Minuten die Uhrzeit über 0.sonostime.pool.ntp.org einstellen (aber das ist wie gesagt ein anderes Thema).
Ich finde es macht schon Sinn darüber nachzudenken, ich möchte nicht, dass meine Waschmaschine (die ich vielleicht im lokalen WIFI nutzen möchte) einfach ungefragt über die IPv6-Adresse Informationen an den Hersteller übermittelt… lt. meinen Informationen ist die IPv6-Adresse ein wenig statisch und könnte so über den Verkaufsweg auch meiner Person zugeordnet werden (der Hersteller kennt ja meine Daten und die IPv6 Informationen zu dem Gerät) und würde dann vielleicht „vollständig“ sehen, wass ich mich mit dem Gerät wie/wann/wie oft/usw mache → einschalten → WIFI Daten eingeben → OK → geht
Ich denke, dass ist ein wesentlicher Unterschied zu uns beiden Ich nutze auch Nextcloud usw aber es ist alles extern in der Mitte von Deutschland gehostet und daher benötige ich ich keinen Zugriff aus dem Internet auf mein lokales Netzwerk (Home Assistant ist hier die Ausnahme und hat auch nicht Zugriff auf alles)
Ich bitte vorab um Entschuldigung, falls ich etwas falsch verstehe und wir uns alle wegen mir im „Kreis drehen“ Ich verstehe schon die Vorteile von IPv6 und würde IPv6 auch nutzen… aber bei mir funktioniert alles mit IPv4 und ich denke nicht, dass IPv4 bei neuen Geräten in den nächsten Jahren abgeschafft wird… aber dann hätte wir eine grundsätzlich andere Lage als heute.
Zusatz zum Punkt „jeder hat eine öffentliche IPv6 Adresse“
Wo genau widerspreche ich mir? Ob etwas in deinem Netzwerk erreichbar ist, hat erstmal nichts mit der IP-Adressierung zu tun. Sondern damit ob du den Zugriff erlaubst oder nicht. Und wenn du nichts erlaubst, ist bereits der Zugriff auf den Router gesperrt, egal ob über IPv4 oder IPv6. Router sind ja immer so konfiguriert, das wenn nichts gesondert festgelegt wird immer alle Anfragen von außen gedroppt oder denied werden. Was du jetzt hinter deiner Firewall konfigurierst ist dafür erstmal unerheblich. Du kannst hier IPv6 komplett deaktivieren, trotzdem kann dein Router nach außen hin eine IPv6-Adresse haben. Hat er in den allermeisten Fällen auch. Bis auf die Telekom bekommt man bei allen mir bekannten Providern gar keine öffentliche IPv4-Adresse mehr (bei manchen noch auf Anfrage, bei manchen überhaupt nicht).
Die Telekom scheint bei dir dir gar keine IPv6-Adresse zuzweisen, das bist du ehrlich gesagt der erste der mir begegnet, bei dem das der Fall ist. Der Normalfall bei der Telekom ist eigentlich Dual-Stack, also sowohl IPv4 als auch IPv6. Was die Telekom dahinter genau macht, werden wir wohl beide nicht wissen.
Ich sprach nicht von Glücksspiel, sondern nur davon dass du das selbst nur bedingt beeinflussen kannst. Wie bereits gesagt, es wird im offenen Internet-Verkehr nahezu immer IPv6 bevorzugt und nur wenn darüber etwas nicht erreichbar ist, auf IPv4 umgeschaltet. Bei mir liefen, bevor ich Pi-Hole nicht auch über IPv6 lokal bereit gestellt habe, ein nicht unerheblicher Anteil der DNS-Anfragen am Pi-Hole vorbei, weil hier einfach der DNS-Server des Providers über IPv6 verwendet wurde. Und solange der nicht geblockt wird, gehen die Anfragen durch und am Pi-Hole vorbei. Kann man über Firewall-Regeln aber wie bereits initial gesagt auch unterbinden. Das könnte es aber bei den meisten Browsern zu gewissen Delays führen, weil hier wie gesagt auch immer IPv6 bevorzugt wird. Das ist erstmal unabhängig von der Adressierungsart deines PCs.
Das ist hier ein völlig anderes Thema, es geht nicht darum ob Geräte nachhause telefonieren, sondern darum ob du (und andere) das Gerät aus dem Internet „anrufen“ können. Und dafür gibt es meiner Ansicht nach kein Szenario in dem das Sinn macht.
Wenn man keine externen Zugriffe benötigt, betrifft einen der Fall ja auch nicht. Das stimmt.
Es ist schwer etwas zu sehen, was nicht existiert. Wie oben bereits gesagt, dir scheint keine IPv6-Adresse zugewiesen zu werden. Ist mir bisher noch nicht untergekommen so ein Fall.
@felix2911 das mit Dual-Stack is soweit korrekt ABER wenn man es halt im Router deaktiviert wird nix vergeben.
Es wird aber irgendwann zeitnah kommen das Webseiten nur noch per individueller IPv6 erreichbar werden und alles andere über „Übersetzungssysteme“ wie jetzt schon Internet-Provider es nutzen die nur DS-Lite einsetzen.
Auch muss man sagen das durch den kleineren Overhead auch bissel Geschwindigkeit gut macht.
Und solang man es nicht freigibt ist es genauso sicher wie IPv4 aber mit mehr Möglichkeiten, besserer Segmentierung im Heimnetz und durch den DEUTLICH größeren Adressbereich wird man nicht so schnell „gefunden“.
Podcast is zwar was älter aber trotzdem zu empfehlen:
Ah, wusste gar nicht dass ich auch die Vergabe einer öffentlichen IPv6 deaktivieren kann. Aber das funktioniert ja am Ende auch nur bei einem Dual Stack, den eh kaum noch jemand hat. Dachte ich könnte nur die Adressvergabe im eigenen Netzwerk beeinflussen. Wieder was gelernt